
51 Stufen in Flensburg
Mai 2006
Abendprogramm
4.-10. Mai - 18:30 Uhr
Ich und du und alle, die wir kennen
USA 2005, Regie Miranda July, mit Miranda July, John Hawkes, 90 Min, ab 6J
Richard Swersey ist Schuhverkäufer, Vater zweier Söhne und frisch
geschieden. Als er der bezaubernden, impulsiven Christine begegnet, ergreift
ihn erstmal Panik. Christine ist Künstlerin, genau wie in ihren Kunstwerken
vermischen sich auch in ihrem Leben Realität und magische Phantasie.
Richards Söhne haben da einen weniger verklärten Blick aufs Leben:
Während der 6-jährige Robby eine gewagte Internet-Affäre mit
einer Unbekannten beginnt, stellt sich sein 14-jähriger Bruder Peter
als Versuchskaninchen für ein paar Mädchen aus der Nachbarschaft
zur Verfügung, die sich auf erste sexuelle Erfahrungen und ihr zukünftiges
Eheleben vorbereiten wollen. Gibt es für so unterschiedliche Charaktere
eine Möglichkeit, zueinander zu finden?
4.-10. Mai - 20:30 Uhr
Die Kinder des Olymp
F 1943-45, Regie Marcel Carné; mit Pierre Brasseur, Jean-Louis Barrault
176 Min, ab 12J.
Paris in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Milieu der Gaukler, Gauner, Pantomimen
und Komödianten begegnen sich die schöne Garance, der Pantomime
Baptiste, der Schauspieler Frédéric und der anarchistische Gauner
Lacenaire. Ihre Lieben, ihre Schicksale, Hoffnungen und Enttäuschungen
sind eng miteinander verknüpft. Garance, die nie aufhören wird,
Baptiste zu lieben, ist letztlich ebenso allein wie er, der sie viele Jahre
später in einer Menschenmenge für immer verliert. "Kinder des
Olymp" ist eines der schönsten und reifsten Werke französischer
Filmkunst. Der Film wurde 1945 fertiggestellt. Diesem Klassiker haftet jedoch
nichts Verstaubtes an. Hier präsentiert sich vielmehr in Form und Inhalt
ein außergewöhnlich moderner Film, der immer noch jeden Zuschauer
in seinen Bann zieht und ihn fasziniert.
11.-17.Mai - 18:30 Uhr
Silence becomes you – Bilder des Verrats
GB 2006, Regie Stephanie Sinclaire, mit Alicia Silverstone, Sienna Guillory,
90 Min, ab 12J
Mehr als nur Blutsverwandtschaft verbindet die zwei Schwestern Grace und Violet.
Ein geheimnisvolles Band schweißt die beiden zusammen. Sie leben ein
zurückgezogenes Leben in einem ehrwürdigen Herrenhaus auf dem Lande,
weit entfernt von jeder modernen Zivilisation und Realität. Der geliebte
verstorbene Vater holt sie immer wieder in die Vergangenheit zurück.
Noch aus dem Grab hält er sie in einer Art Isolation gefangen. Da er
ständig versucht, ihre kreativen Talente anzuregen, leben sie im Schatten
der Geister ihrer eigenen jüngeren Identitäten. Ein mit Romantik
geladenes Drama, angesiedelt im heutigen New England. Eine mysteriöse
Lovestory als opulentes digitales Gemälde
11.-17. Mai - 20:30 Uhr
Good Night and good Luck
USA 2005, von und mit George Clooney, mit Patricia Clarkson, 93 Min, o.A.
USA, 50er Jahre: Senator Joseph McCarthy ist ein fanatischer Kommunistenjäger,
der sich die allgegenwärtige Angst zu Beginn des Kalten Krieges zunutze
macht. Nur wenige wagen es, sich dem wachsenden Druck zu widersetzen. Einer
davon ist der bekannte CBS-Fernsehjournalist Edward Murrow, der in seiner
wöchentlichen Nachrichtensendung "See it now" nicht vor unangenehmen
Wahrheiten und heißen Eisen zurückschreckt. Zusammen mit Produzent
Friendly recherchieren und berichten sie auch über den Fall des Marine-Piloten
Milo Radulovich, der seinen Job verlor, weil er sich weigerte, Schwester und
Vater zu denunzieren. Mit ruhiger Hand inszenierter Aufruf zu Zivilcourage
und absoluter Aufrichtigkeit - ein reifes Werk von Hollywoods charmantestem
Aktivisten.
18.-20. Mai - 18:30 Uhr
Septemberweizen
D-1980, Regie Peter Krieg, Dokumentation, 90 Min, o.A.
Der Film zeigt in sieben Kapiteln den Weg des Weizens vom Anbau in Amerika
bis zum Verbraucher. Er beleuchtet, wie in den USA Farmer, Wissenschaftler,
Händler, Verarbeiter und Politiker mit ihm umgehen. Saatgutzüchter
werfen immer ertragreichere Hybriden auf den Markt und machen die Farmer von
sich abhängig. Um ihren Überschuss abzusetzen, starteten die USA
das Dumpingprogramm „Nahrung für den Frieden“ und ließen
den Weizen in die Dritte Welt fließen. Beispiele aus Afrika, Lateinamerika
und Asien zeigen, wie sie ihn durch Zuteilung oder Entzug als politische Waffe
einsetzen. Obwohl schon über 25 Jahre alt, heute leider aktueller als
je zuvor.
18.-20. und 25.-27. Mai - 22:45 sowie 21.-24.
Mai - 18:30 Uhr
Im Schwitzkasten
D-2005, Regie Eoin Moore, mit Franziska Walser, Edgar Selge, 97 Min, o.A.
Jeden Donnerstag wird im "Schwitzkasten" zum Gebirgslatschenkiefernaufguss
geladen. Die Berliner Sauna der Geschwister Nadine und Jost ist Treffpunkt
der "Donnerstagsgruppe". Dazu gehören Toni, der Langzeitarbeitslose,
Dani, die Stewardess, Karin, die Ich-Ag-Nervensäge, die idealistische
Monika und schließlich Norbert, der Professor und neoliberale Bundestagsredenschreiber.
Gemeinsam wird nicht nur geschwitzt sondern auch die Probleme des Alltags
werden diskutiert. Während Jost in Zahlungsnot die Biogetränke mit
Aldi-Saft verpanscht und Havelmatsch als indische Fango-Packungen ausgibt,
träumt manch einer der Gruppe heimlich oder auch ganz offen von seinem
Banknachbarn. Regisseur Eoin Moore entwickelte das Low-Budget-Werk in Zusammenarbeit
mit seinem tollen Darstellerensemble.
18.-24. Mai - 20:30 Uhr
****Capote
USA 2005, Regie Bennet Miller, mit Philip S: Hoffman, Catherine Keener, 114
Min, ab 12J
1959 ist Truman Capote dank "Frühstück bei Tiffany" ein
gefeierter Schriftsteller und Liebling des New Yorker Jetset. Beim Lesen der
Times wird er auf einen Mordfall aufmerksam. Eine vierköpfige Familie
aus Kansas wurde förmlich hingerichtet. Spontan beschließt er,
dass eine Untersuchung des Falls vor Ort sein nächster Artikel für
den New Yorker werden soll. Dort begegnet man den auffälligen Mann mit
Skepsis. Als die Täter gefasst werden, beschließt der er, den geplanten
Artikel auszuweiten: Mit einem Tatsachen-roman will er Literaturgeschichte
schreiben und unsterblich werden. Doch bald schon entwickelt sich aus seinem
anfänglichen Interesse wahre Obsession. Ein Jahrhundertroman und sein
charismatischer Schöpfer - packender Tatsachen-Thriller, genialer Hauptdarsteller.
25. -31. Mai - 18:15 Uhr
Transamerica
USA 2005, Regie Duncan Tucker, mit Felicity Huffman, Kevin Zegers, 103 Min,
ab 12J
Bree ist transsexuell. Für die letzte Operation, die sie endlich in eine
ganze Frau verwandeln soll, spart sie jeden Penny. Doch dann stellt ein Anruf
aus dem New Yorker Jugendgefängnis ihr Leben auf den Kopf. Der Anrufer
– Toby – ist das Ergebnis einer längst vergessenen Nach.
Als Bree noch Stanley hieß und ein Mann war. Ihre Therapeutin schickt
sie nach New York. Erst muss mit der Vergangenheit abgeschlossen werden. Toby
hält Bree für eine christliche Missionarin, die ihn bekehren will.
Bree sieht keinen Grund, dieses Missverständnis aufzuklären. Doch
dann will Toby nach L.A., um Stanley zu finden. Bree bietet ihm an, gemeinsam
mit ihm an die Westküste zu fahren. Eine turbulente Reise quer durch
Amerika beginnt. Realitätsnah, mit viel Liebe und wunderbarem Humor inszeniert.
25.-31. Mai - 20:30 Uhr
Knallhart
D-2006, Regie Detlev Buck, mit David Kross, Jenny Elvers-Elbertzhagen, 98
Min, ab 12J
Nach dem Umzug von Mutter Miriam und Sohn Michael Polischka vom schicken Berlin-Zehlendorf
ins raue Neukölln wird das Leben für den 15-Jährigen zur Hölle.
Die Schlägergang um den brutalen Erol quält und erpresst jeden,
der schwächer ist - so auch Michael. Bei der Suche nach Schutz trifft
Michael auf den Drogenboss Hamal. Solange der Junge alle Befehle ausführt
und seine Lieferungen ankommen, muss er keine Prügel mehr befürchten.
Michael verdient gut, doch sein Job wird zum Problem, als es nicht mehr nur
um Geld geht. Ein mitunter schockierendes und gleichzeitig anrührendes
Drama aus einer erbarmungslosen Subkultur, die gleich nebenan ganz real existiert.
Und hier finden Sie das Kino 51 Stufen in Flensburg:
Das Kino 51 Stufen liegt über den beiden Foyers im Eingangsbereich
des Deutschen Hauses. Um ins Kino zu kommen, geht man durch den Haupteingang
ins Haus. Dort hält man sich rechts und folgt den 51 Stufen des Treppenhauses.
Abendprogramm
Spätprogramm
Kinderprogramm
*** Special zur folkBALTICA 2006
The Tree of Life - Auf den Spuren von Dag Hammarskjöld in Lappland
Das nach dem Flugzeugabsturz des ehemaligen schwedischen UNO-Generalsekretärs
(1905-1961) aufgefundene Tagebuch, zeigte eine verborgene Seite des „sanften
Diplomaten“, Schöpfers der „Blauhelmsoldaten“ und Friedensnobelpreisträgers:
Hammarskjöld war auch ein Dichter und Mystiker! Mit den Tagebuchaufzeichnungen
begibt sich der Film in die grandiosen Berglandschaften bei Abisko und Kebnekaise,
dem spirituellen Rückzugsgebiet dieses ungewöhnlichen Politikers.
Bei seinen dortigen Wanderungen lernte er Ausdauer, Demut und die Grundlagen
für seine politische Arbeit, die stets versuchte, die "Schwierigkeiten
des anderen von innen zu erleben." Musik: Mari Boine, Dietmar Herriger,
Miriam Goldschmidt. *Der Regisseur Rüdiger Sünner und die Zeichnerin
Christine Klie werden anwesend sein. *
KINDERKINO
:
6. und 7.5. 16.00 Uhr
Michel muß mehr Männchen machen
SW/D – 1972, Regie Olle Hellbom, mit Jan Ohlsson, Lena Wisborg, 90 Min,
ab 6J
"Immer dieser Michel" heißt die dreiteilige Verfilmung eines
Buches von Astrid Lindgren, das alltägliche, heitere und weniger erfreuliche
Stationen aus dem Leben des fünfjährigen Michel erzählt. Michel
treibt unter anderem Unfug mit einem Pferd und einem Korb Flußkrebse,
ehe er im letzten Moment den Knecht rettet, der sich eine Blutvergiftung zugezogen
hat. Leicht inszenierter, lustiger Film über Kindheitserlebnisse und
-streiche des kleinen Michel.
13.-14.5 sowie 20-21.5 - 16.00 Uhr
Der Schatz des weißen Falken
D-2005, Regie Christian Zübert, mit David Bode, Kevin Köppe,
92 Min, o.A.
Die großen Ferien stehen vor der Tür. Dem elfjährigen Jan
bleiben nur noch wenige Wochen mit seinen besten Freunden, bevor er aus dem
kleinen Dorf im Fränkischen nach Düsseldorf ziehen wird. Die letzte
Gelegenheit, endlich die geheimnisvolle Villa zu erforschen. Hier finden die
drei Freunde die Schatzkarte der legendären "Weißen Falken“
27.-28.5. sowie 3.-4.6 - 16.00 Uhr
Die wilden Kerle 3 - Die Attacke der biestigen Biester
D 2006, Regie Joachim Masannek , mit Jimi B. Ochsenknecht, Sarah
Kim Gries, 93 Min, o.A
Noch immer hat Leon an der 25:1-Niederlage gegen die Nationalmannschaft zu
knabbern. Da werden die Wilden Kerle zu einem Wettstreit um den Titel der
wildesten Fußballmannschaft der Welt herausgefordert! Die Rivalen: eine
waschechte, unglaublich lässige Mädchenmannschaft! Leon ist zunächst
wenig begeistert, haben sich die Wilden Kerle doch nach der bitteren Niederlage
in alle Winde zerstreut.