Campus-Kapelle nimmt Formen an
Im
Bild v.l.n.r.: Der Initiativkreis: Henrik Becker-Christensen, Generalkonsul;
Dr. Christian Knuth, Bischof der nordelbischen Kirche; Eckehardt Doppke, Oberschulrat;
Pröbstin Jutta Gross-Ricker; Pastorin Maike Borrmann, Prof. Dr. Heiner
Dunckel; Rektor der Universität Flensburg, Prof. Dr. Werner Schurawitzki,
Rektor der Fachhochschule Flensburg
Am vergangenen Donnerstagabend trat ein Initiativkreis zusammen, der den Bau
einer Kapelle auf dem Campus fördern und begleiten will. Vertreter beider
Konfessionen und Mitglieder der Hochschule und der Fachhochschule nahmen an
dieser Sitzung teil. Der Namensvorschlag von Prof. Dr. Mike Friedrichsen, Medienmanager
an der Universität Flensburg, „Campelle“ fand breite Zustimmung.
Zu einer Hochschule gehöre eine Kirche, das habe
in Deutschland eine Tradition, der sich die Universität Flensburg gern
anschließe, so Prof. Dr. Heiner Dunckel, Rektor der Universität
Flensburg. Noch hat die Kapelle, die auf dem Campus entstehen und von Studierenden
der Fachhochschule und der Universität genutzt werden soll, keine geometrische
Form angenommen. Doch die Mitglieder des Initiativkreises - unter anderem
Dr. Christian Knuth, Bischof der nordelbischen Kirche, Prof. Dr. Werner Schurawitzki,
Rektor der Fachhochschule Flensburg und Eckehardt Doppke, der katholische
Theologie an der Universität Flensburg lehrt und den katholischen Weihbischof
Dr. Hans-Jochen Jaschke vertrat - haben sich auf eine zügige Planung
verständigt.
UNI Flensburg„
In den nächsten Tagen beginnt ein mit der Architektenkammer
abgestimmter, so genannter aufgeforderter Wettbewerb; fünf Architekten
sind an diesem Wettbewerb beteiligt. Am 3. Mai wird dann ein siebenköpfiges
Gremium die Vorschläge prüfen. Dieses Gremium soll sich aus vier Architekten,
einer Studentin oder einem Studenten (dies war ein besonderes Anliegen des Rektors
der Universität Flensburg) einem Vertreter der Hochschulen und dem Team
Maike Borrmann, Pastorin der Evangelischen Studierendengemeinde, ESG und Eckehardt
Doppke bestehen, letztere teilen sich eine Stimme. Die Mitglieder prüfen
die Vorschläge der Wettbewerbs-Architekten. Dieses Gremium wird dann eine
Empfehlung abgeben, über die dann im größeren Rahmen der Initiativkreis
entscheidet. Der Kreis kürt das Siegermodell der Campus-Kapelle. Wie diese
aussehen mag, steht naturgemäß noch nicht fest. Die Größe
schon. Laut Dr. Friedhelm Poser, Baudezernent der nordelbischen Kirche, soll
die Kapelle 100-110 Quadratmeter umfassen, 60 Quadratmeter fallen auf den Andachtsraum,
der Rest verteilt sich auf Büro, sanitäre Anlagen, Küchenzeile
und Abstellkammer. Der Initiativkreis ist guter Dinge, den Bau der Kapelle durch
Spenden, Sponsoren und Eigenleistungen bewerkstelligen zu können. Katja
Neuschulz und Gyde Ziesemer, zwei Studentinnen vom Fach Medienmanagement stellten
an diesem Abend ein Marketing-Konzept und ein Informationsblatt für potentielle
Spender und Sponsoren vor.
Die Kapelle soll ein Ort der Stille, der Andacht, aber auch Treffpunkt und Ort
kultureller Veranstaltungen sein. „Wo Stille lebt“, dieser Slogan
soll unter dem Eigennamen der Kapelle stehen, so der Vorschlag der beiden Studierenden.
Prof. Dr. Mike Friedrichsen, der den Lehrstuhl für Medienmanagement inne
hat, sagte seine volle Unterstützung zu, damit das Projekt Campelle - so
der vorläufige Titel der Campus-Kapelle - auch zum Erfolg wird. Bischof
Knuth machte noch einmal deutlich, um was es bei der „Campelle“
geht: In Räumen, so der Bischof entscheide sich das Leben. Es sei den Menschen
heute nicht mehr gleichgültig, wo sie einen Hauptteil ihrer Zeit verbrächten.
Die Menschen suchten mehr und mehr Räume, in denen sie sich wohl fühlten.
Ein solcher Ort soll die Campus-Kapelle sein.
Text: Dr. Helge Möller,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit