Universität Flensburg -
Klimawandel - Was zu tun ist
Anfang Februar hatte der UN-Klimaausschuss IPCC (Intergovernmental
Panel on Climate Change) seinen Sachstandsbericht, den so genannten Weltklimabericht,
der Öffentlichkeit vorgestellt mit dem Ergebnis: Die Erde wird immer
wärmer. Das hat Folgen, die unter anderem lauten: Meeresspiegelanstieg,
Dürre, Sturm. Wie lässt sich das Blatt zugunsten der Menschen wenden?
Prof. Dr. Olav Hohmeyer von der Universität Flensburg wird als stellvertretender
Vorsitzender einer UN-Arbeitsgruppe zusammen mit internationalen Forschern
in den kommenden Monaten und Jahren im Auftrag des IPCC einen Sachstandsbericht
erarbeiten, in dem steht, wie mit erneuerbaren Energien der globalen Erwärmung
Einhalt geboten werden kann.
Dass die Menschheit für die messbare globale Erwärmung
der Erde verantwortlich ist, daran zweifelt kaum ein Wissenschaftler mehr.
Im Gegenteil: Die Wissenschaftler warnen vor einer drohenden Katastrophe für
die Menschheit und haben sich in weltumspannenden Organisationen zusammengefunden,
um systematisch zu forschen, Erkenntnisse zu nutzen und Vorschläge und
Szenarien an die politisch Verantwortlichen zu geben. 190 Länder sind
in der UN-Organisation IPCC vertreten. Was dieses Plenum an Berichten herausgibt,
gilt als gesicherter Stand der Wissenschaft. Das IPCC wiederum besitzt drei
Untergruppen, die Arbeitsgruppen (Working Groups) mit den drei Arbeitsbereichen:
Klimawissenschaften, Auswirkungen des Klimawandels und dem Bereich „Climate
Change Mitigation“, der sich damit befasst, mit welchen Maßnahmen
die Menschen den Klimawandel stoppen können, beziehungsweise wie sie
mit ihm leben können. Prof. Dr. Olav Hohmeyer ist stellvertretender Vorsitzender
dieser dritten Arbeitsgruppe
.
Der Klimawandel
Für das IPCC ist, laut Hohmeyer, das Thema erneuerbare Energien mittlerweile
so wichtig geworden, dass es die Arbeitsgruppe beauftragt hat, einen Sachstandsbericht
zu erstellen. Was ist heute technisch möglich? Wie kann der Mensch die
Folgen des Wandels verkraften? Dieser Bericht, gilt, so wie der vor kurzem veröffentlichte
Weltklimabericht, bei Erscheinen als das gesicherte Wissen darüber, wie
man die globale Erwärmung stoppen kann, beziehungsweise wie mit ihr umzugehen
ist. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, der niederländische Wissenschaftler
Dr. Bert Metz, habe ihn gebeten, diese Aufgabe zu übernehmen, so Hohmeyer
weiter. Die Arbeitsweise ist ähnlich wie bei der Erstellung des Weltklimaberichts,
allerdings in einem etwas kleineren Rahmen. Es wird Anfang 2008 - wahrscheinlich
in Lübeck - ein Treffen der führenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet
geben. Dort wird festgelegt, welche Themen der Bericht enthalten soll. Stimmt
das IPCC zu, treffen sich die Autoren mehrmals, diskutieren ihre Texte, üben
Kritik und formen den Bericht. Mit einer Veröffentlichung rechnet Hohmeyer
im Jahr 2010. Prof. Dr. Hohmeyer weiß schon jetzt: „Mit den heute
vorhandenen Techniken zur Gewinnung erneuerbaren Energien lässt sich der
Energiebedarf decken.“ Nach dem Bericht weiß jede UN-Nation, was
zu tun ist.
Kontakt:
Prof. Dr. Olav Hohmeyer, Energie- und Umweltmanagement, Universität Flensburg,
Tel: 0461 805 2533,
E-Mail: hohmeyer@uni-flensburg.de
Text: Helge Möller, Presse-
und Öffentlichkeitsarbeit